Im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes spielen Rauch- und Wärmeabzug (RWA) und Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG) eine wichtige Rolle. Als Komplettanbieter modernster Gebäude- und Sicherheitstechnik ist MARX Ihr Ansprechpartner für alle Anwendungen.


Ob Spindel- oder Kettenantrieb, Marx bietet elegante Lösungen zum Direktausstellen von Dachfenstern, Kipp-, Klapp- und Drehflügeln und Lichtkuppeln an. Bei den Kettenantrieben stellt die Firma gleich zwei Neuheiten vor: Der E740 vervollständigt das Programm und begeistert durch sein kompaktes und elegantes Aluminiumgehäuse. Für hohen Bedienkomfort sorgt eine variable Hubeinstellung über einen Drehschalter außen am Antrieb. Die neue Kettenantriebsgeneration Marx E820 - E860 bietet mit extrem flachen filigranen Gehäusen zahlreiche neue Einsatzmöglichkeiten. Die kleinen schmalen Antriebe E820 und E840 integrieren sich unauffällig in die Fenster fassade. Zusätzlich zur Be- und Entlüftung eignen sich der E820 und der E860 auch für den schnellen Rauch- und Wärmeabzug und die Rauchableitung. Ein Pluspunkt des Kettenantriebs E860 sind seine großen Hublängen bis 1000 Millimeter. Ein zusätzlicher Vorteil des E860 ist seine sehr hohe Zug- und Druckkraft von 600N, die auch sehr schwere Fenster bewegen kann.
Die neuen Spindelantriebe E1500 und E3000 mit einer Zug- und Druckkraft von 1500N bzw. 3000N bewegen auch große und schwere Fenster mühelos. Mit Standardhüben bis 1000 mm Länge können extrem große Öffnungsweiten z. B. bei Dachflächenfenstern, erzielt werden. Die VdS-geprüfte Variante des E1500 mit einem Hub von 400 mm ist genauso wie der Kettenantrieb E740 für den Einbau in geprüfte und zertifizierte NRWGs nach EN 12101 Teil 2 geeignet.

Bei den Lüftungssystemen wird das Marx Oberlichtöffner-Programm um den neuen FlachformOberlichtöffner OL320 erweitert.
Dieses neue Kraftpaket punktet mit seiner großen Öffnungsweite bis zu 320 mm. Der OL 320 ist die ideale Lösung für schwere und große Oberlichter und bewegt Fensterflügel bis zu 250 Kilogramm.
Neu und innovativ ist der Scherenantrieb E170, der Beschlag- schere und Elektromotor unter einem kompakten Gehäuse vereint und besticht durch sein elegantes und integratives Design. Der Scherenantrieb für Öffnungsweiten bis zu 170 mm besteht aus einer kompakten und komplett vormontierten Baueinheit und begeistert nicht zuletzt durch seine äußerst schnelle und einfache Montage von vorn.


MARX hat die Antwort auf die europäische Norm EN 12101 Teil 2: Sie hat das neue Bauprodukt NRWG (natürlich wirkendes Rauch- und Wärmeabzugsgerät) zum Abzug von Rauch und heißen Gasen im Brandfall generiert und konfrontiert Metallbauer und Planer mit neuen Bestimmungen und Richtlinien. Marx NRWGs bieten ihnen hohe Flexibilität bei der Auswahl geprüfter und zertifizierter An triebe und Profilsysteme. Die Öffnungssysteme RWA100 E, RWA105 E, RVVA110 E, der Spindelantrieb E250 VdS und der Ketten antrieb E740 sind für den Einsatz in zertifizierten NRWGs geprüft.
Marx Antriebe können mit ausgesuchten Aluminiumprofilen renommierter Systemhäuser, darunter die Unternehmen Schüco, Wicona, Akotherm und Kawneer, als NRWG eingesetzt werden. Die NRWGs Marx RWA 100E S und Marx RWA 110E W sind antriebsseitig mit den bewährten Marx RWA Öffnungs- und Verriegelungssystemen RWA 100E und RWA 110E ausgerüstet. Beide NRWGs überzeugen durch hohe aerodynamisch wirksame Öffnungsflächen. Mit geringen Spindelhüben erzielen sie in kürzester Zeit sehr große Öffnungsweiten.

Die Kombination der Marx Türsysteme mit den RWA Komponenten schafft mühelos die notwendigen und ausreichend dimensionierten Zuluftflächen für den natürlichen Rauch- und Wärmeabzug. Das Unternehmen hat sein Angebot mit der Entwicklung der neuen Zuluftlösung RWA K600 erweitert. Das System kombiniert den Klapparmantrieb Marx K600 mit Marx Türschließern. Das automatische Schließen der Tür und hoher Begehkomfort bei der täglichen Nutzung wird über die Türschließerfunktion erreicht.

Dieses Komplettangebot spiegelt den ganzheitlichen Ansatz von Marx als Anbieter der Gebäudetechnik vom Eingangsbereich bis zum Dachfenster wider. Die Systemlösungen koordinieren die Gesamtheit der Zu- und Abluftöffnungen eines Gebäudes in Abhängigkeit von der Windrichtung. Das Angebot von Marx umfasst auch die Beratung durch die Objektexperten des Unternehmens, die Kunden und Partner nicht nur bei der Planung kompletter Rauch- und Wärmeabzugsanlagen unterstützen, sondern auch kontinuierlich und zuverlässig über wichtige Neuerungen der zu beachtenden europäischen Normen und Richtlinien informieren.
In der Fachwelt ist das Ziel einer ganzheitlichen Brandschutzkonzeption im Grunde genommen unstrittig.
Auf dem dornigen Weg dorthin gibt es viele Ansätze aber leider noch wenig konkrete Umsetzungen. Ein Beispiel dafür sind die seit Jahren andauernden Diskussionen rund um die DIN 18 230.
In den einzelnen Bundesländern gibt es heute zum Teil erhebliche Unterschiede bezüglich der brandschutztechnischen Anforderungen. Ursache dafür ist u. a. die unterschiedliche Umsetzung der Musterbauordnung (MBO).
Die ARGEBAU bemüht sich darum hier Abhilfe zu schaffen, insbesondere aber bei Sonderbauten, die nicht in Verordnungen geregelt sind, gibt es erhebliche Schwierigkeiten bezüglich der Festlegung von Brandschutzmaßnahmen.
Heute bearbeitet bei der Brandschutzplanung jeder Fachplaner sein spezifisches Themengebiet in der Regel noch ohne Abstimmung mit anderen Fachplanern, weil gewerkeübergreifende Konzepte fehlen und der einzelne Fachplaner aufgrund der Vielfalt der Vorschriften und Regelwerke nicht in der Lage sein kann, ausgleichende Maßnahmen aus anderen Fachdisziplinen zu bewerten.
Dies geht häufig zu Lasten des Sicherheitsgedankens.
Die Maßnahmen des vorbeugenden und des abwehrenden Brandschutzes ergänzen einander und stehen in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis.
Erst durch enges Zusammenwirken der einzelnen Maßnahmen kann ein wirkungsvoller Brandschutz für ein Gebäude sichergestellt werden.
Elementares Ziel des Brandschutzes ist es, die alljährlich durch Gebäudebrände entstehenden Personen- und Gebäudeschäden zu verhindern bzw. zumindest auf ein Minimum zu reduzieren. Der Gesamtkomplex "Brandschutz" kann in vier Einzelbereiche unterteilt werden:
Wir gehen auf den folgenden Seiten insbesondere auf das Thema "vorbeugender Brandschutz" ein. Basis aller Brandschutz-Überlegungen sind die schon im Grundgesetz verankerten Rechte auf Schutz von Leben und Gesundheit sowie auf Schutz des Eigentums.
Die daraus resultierende Notwendigkeit von weitergehenden Regularien führte in der logischen Folge zu entsprechenden Festlegungen u. a. im Baurecht.
Die in § 3 MBO zu findende Forderung "Bauliche Anlagen ... sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und zu unterhalten, daß die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben oder Gesundheit, nicht gefährdet werden; sie müssen ihrem Zweck entsprechend ohne Mißstände zu benutzen sein." begegnet denjenigen, die in irgendeiner Form mit Errichtung, Unterhaltung von Gebäuden oder Teilen davon befaßt sind, tagtäglich.
Auch die in § 17 MBO zu findende Forderung "Bauliche Anlagen müssen so beschaffen sein, daß der Entstehung und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand wirksame Löscharbeiten und die Rettung von Menschen und Tieren möglich ist." macht deutlich, welchen Stellenwert der Brandschutz hat.
Aus den §§ 3 und 17 MBO resultieren also "im Klartext" folgende Auflagen:
Eine Nutzung von Gebäuden schließt die völlige Vermeidung von Brandgefahren naturgemäß aus. Diese Erkenntnis erfordert als Konsequenz entsprechende Maßnahmen zur Schadensbegrenzung. Hier spielen bauliche Maßnahmen und technische Einrichtungen eine wesentliche Rolle.

Was Sie bei der Planung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen beachten müssen
Schutz vor Gasen, Rauch und Hitze

Kein Feuer ohne Rauch (-gase), kein Feuer ohne Wärme. Gase, Rauch und Hitze sind die eigentliche Gefahr im Brandfall, denn
Zusammen mit Brandschutzelementen, Flucht- und Rettungswegen sind Rauch- und Wärmeabzugsanlagen deshalb eine weitere tragende Säule im vorbeugenden Brandschutz. Ihr Einsatz wird rechtlich durch die Landesbauordnungen geregelt. Normungen finden sich in der DIN 18 232. Zusätzlich hat der Verband der Schadenversicherer e. V. (VdS) eine Richtlinie für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (VdS 2098 5/90 (02)) veröffentlicht.

Rauchabzüge schaffen eine rauchfreie Schicht über dem Boden, so daß Rettungswege länger nutzbar sind; damit werden auch Brandherdlokalisierung und Brandbekämpfung erleichtert.
Wärmeabzüge haben die Aufgabe, bei fortentwickelten Bränden heiße Brandgase abzuführen. Dadurch soll vor allem ein Vollbrand (spontane, sehr rasch ablaufende Brandausbreitung, sog. "flash-over") verhindert oder zumindest verzögert werden. Außerdem mindern sie Schäden, die durch Brandbeanspruchung der Bauteile entstehen (Hitzestau schwächt die Statik).
Die Funktion beider Systeme beruht auf dem thermischen Auftrieb der Brandgase und ist abhängig von
Wo der Einsatz von Rauchabzügen technisch nicht sinnvoll oder unmöglich ist, erfüllen maschinelle Rauchabzüge deren Funktion. Hier erfolgt der Rauchabzug durch Zwangslüftung, z. B. durch Ventilatoren. Alle drei Systemtypen können auch zur gewöhnlichen Be- und Entlüftung genutzt werden.
In der DIN 18 232 sind einige grundsätzliche Anforderungen an Montage und Betrieb von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen festgeschrieben. Hier die wesentlichen Bestimmungen im Überblick:
Bewegliche Teile müssen gegen Vereisung geschützt sein. Austrittsöffnungen müssen mindestens 25 cm über benachbarten Dachflächen liegen, um Beeinträchtigungen durch Schneeansammlungen zu vermeiden. Rauchabzüge müssen nach Auslösung unter gleichzeitiger Belastung durch Schnee und Wind sicher und zügig in die Funktionsstellung gehen und dort bleiben.
Sie müssen auch in eingebautem Zustand gewartet und auf ihre Funktionssicherheit überprüft werden können, ohne daß dabei Beschädigungen eintreten.
Rauch- und Wärmeabzüge müssen sowohl mit einer Vorrichtung für eine Fernauslösung, als auch mit einem automatisch wirkenden thermischen Auslöser ausgerüstet sein. Die Auslösestellen für die manuelle Fernauslösung sind durch Hinweisschilder nach DIN 4066 zu kennzeichnen.
Zusätzliche automatische Auslöser, die auf Rauch ansprechen, oder automatische Brandmeldeanlagen dürfen zur Fernauslösung verwendet werden. Die Öffnung einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage muß auch bei Stromausfall möglich sein.
Nach Fertigstellung oder Änderung müssen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, ihre Betätigungs- und Steuerelemente, Öffnungsaggregate, Energiezuleitungen und Zubehör auf Funktionsfähigkeit und Betriebsbereitschaft geprüft werden. Hierüber ist vom Errichter eine Bescheinigung auszustellen.
In regelmäßigen Abständen nach Angaben des Herstellers, mindestens jedoch jährlich, müssen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen vollständig (s. o.) auf Funktionsfähigkeit und Betriebsbereitschaft geprüft, gewartet und ggf. instandgesetzt werden. Diese Prüfungen sollen verhindern, daß schädliche Umwelteinflüsse wie Korrosion, Staub und Fettablagerungen oder Ölnebel zu Funktionsstörungen führen. Sie sind in einem Prüfbuch zu vermerken.
Für die sachgemäße Bemessung und Auslegung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen stehen Ihnen speziell ausgebildete Mitarbeiter Ihres FirmatPro-Fachhändlers zur Verfügung. Sowohl für die Modernisierung, als auch zur Unterstützung der Projektierung während der Bauplanungsphase bieten wir Ihnen und Ihrem Architekten umfangreiches Material zur Planungshilfe.
Auch für alle Prüfungs-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten ist Ihr FirmatPro-Fachhändler der richtige Partner. In einem ersten, unverbindlichen Gespräch informieren wir Sie gern über den kompletten FirmatPro-Service.
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